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Neu! Stille Begegnung & Schnupperwanderung

Regelmäßig finden in Zukunft an einigen Montagen von 17 h bis 19.00 h stille Begegnungen im Alpaka Stall statt. Hier besteht die Möglichkeit, die Tiere ganz in Ruhe in ihrem Alltag zu beobachten und die Nähe zu Ihnen zu genießen. Natürlich gibt es auch ein paar interessante Informationen zu diesen zumeist sanften und besonderen Tieren, die nicht ganz so sind, wie sie aussehen. Mit entsprechender Ruhe kann es sein, dass sie sich auch zu uns legen. Sie kommen freiwillig ganz nah, obwohl sie nicht gestreichelt werden möchten. Das ist dann ein Geschenk. Dieser Termin wird regelmäßig stattfinden und eignet sich auch für kleine tiergestützte Interventionen wenn gewünscht. Am Ende findet auf Wunsch eine kleine Schnupperwanderung statt, denn hier zeigt sich oft, wie ruhig die Tiere werden, wenn wir Menschen ganz präsent bei uns bleiben und ein Gefühl für den eigenen Raum und den des Tieres bekommen. Lassen Sie sich überraschen, wie minimale und ganz einfache innere Veränderungen einen großen Unterschied im Verhalten des Alpakas machen: Termin


Abschied von Mozart

Mozart hat über 12 Jahre auf dem Camelidenhof verbracht. Er kam mit 1 Jahr und war der Wächter der Herde, d.h. er hat Alarm gegeben, wenn eine Gefahr drohte. Und wenn der kleine Mozart etwas ansagte, standen alle ausnahmslos hinter ihm- auch die großen Lamas. Er war der Schlichter, sobald es Auseinandersetzungen in der Herde z.B. zwischen Lama- und Alpakawallachen gab, stellte er sich dazwischen. Ein wahrer Chef mit einer großen Seele. Dass er der Kleinste der Herde war nicht von Belang.

Irgendwann vor ein paar Monaten schäumte er beim Widerkäuen und es begann eine längere Zeit der Diagnose in Absprache mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover. Der Verdacht fiel auf Zahnentzündung und ich brachte ihn dann in die Klinik für kleine Klauentiere, weil die Medikamente nicht anschlugen und er abnahm. Außerdem trank und pinkelte er auffällig viel. Letztendlich wurde ein Diabetes festgestellt. Die Tierärztliche Hochschule hat alles versucht, ihn auf Insulin einzustellen, doch die Zellen nahmen es nicht an. Er verbrachte noch ein paar Wochen in seiner Herde und dort haben wir ihn dann auch sehr friedlich verabschiedet, bevor er leiden musste. Schön war, dass Curacao abends immer auf ihn gewartet hat, weil er es oft nicht mehr mitbekam, wenn die Herde in den Stall ging und er so mit Fressen beschäftigt war.  Nach seinem Tod, hat sein Bruder Darjeeling noch lange abends auf der Weide gestanden und auf ihn gewartet. Er hat nun Mozarts Führungsrolle der Alpakas übernommen und war die ersten Wochen ziemlich durcheinander und hat dies mit Aggression gezeigt. Nun ist wieder Frieden eingekehrt.

Hier am Stall ist seitdem ein sehr zahmes Rotkehlchen und ich glaube, dass er noch immer bei uns ist. Im Herzen immer.