Die Bestimmung finden – „to cry for a Vision“

07.08.2014 von Michaela

In der alten Tradition der Chinesischen Medizin geht man davon aus, dass  jeder Mensch mit einer Bestimmung auf diese Welt kommt, die es zu erfüllen gilt, um gesund und zufrieden zu leben. Damit ist diese Kultur nicht allein, die Verbindung zur (inneren) Natur oder zu einer höheren Macht , die den Weg im Leben weist ist eine weit verbreitete Sehnsucht.

Doch was ist meine Bestimmung, der Sinn des Lebens? Die Antwort darauf kann jeder nur für sich herausfinden, sie wohnt im Herzen, im Bauch, manchmal vergraben im Unbewußten und wird nicht immer vom Kopf unterstützt. Somit sind es Wege, die uns zurück zu einem Wissen jenseits des Verstandes bringen, die uns helfen das Wesentliche herauszufinden.

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PilgernIch brauche so wenig um glücklich zu sein

Eine ursprünglich religiöse Form ist das Pilgern, z.B. auf dem Jakobsweg. Mit nur so viel wie ich mehrere 100 km tragen kann, gehe ich einen Weg zu einer heiligen Stätte. Die Übernachtung ist üblicherweise in sehr einfachen Unterkünften mit Stockbetten oder Matratzenlagern. Die Landschaft ist oft karg und einsam. Die körperlichen Entbehrungen bringen viele Menschen zu dem zurück, was wirklich wichtig ist. Viele gehen den Weg, um eine Antwort zu finden. Und berichten am Ende, dass sie sie gefunden haben, ohne wirklich darüber nach zu denken. Ich bin den Jakobsweg vor 8 Jahren gegangen, um mich von der Betriebswirtschaft zu verabschieden und mein Herz für die Liebe zu öffnen. Beides ist innerhalb kürzester Zeit nach meiner Rückkehr  nachhaltig eingetroffen. Und ich habe eine tiefe Sicherheit in mir gefunden, dass ich nur sehr wenig brauche um glücklich zu sein.


Die Visionssuche –
Gewissheit ist wie ein warmes  Kaminfeuer im Winter

Indigene Völker schickten ihre jungen Männer im Rahmen eines Einweilhungsrituals für vier Tage ohne Schutz und Nahrung in die Natur. Das war ihr Weg ins Erwachsen werden. Dort haben sie um eine Vision für ihr Leben gebeten. Und oft einen neuen Namen bekommen.

Burnout, hohe Leistungsorientierung und ein Übermass an Wahlmöglichkeiten bringt heutzutage die Sehnsucht nach einer Rückverbindung zur Natur und dem Finden eines Lebenssinns zurück. Und die Visionssuche ist vor 20 Jahren auch zu uns kommen. Als ich davon hörte,  fand ich die Idee zwar interessant, aber völlig utopisch für mich. Dennoch schlich sich der Gedanke immer wieder ein und wollte letztes Jahr im Juni dann in den Vogesen umgesetzt werden. Es war eine Erfahrung, die mich genährt hat wie ein Kaminfeuer im Winter und gleichzeitig über das folgende Jahre eine zweifelfreie Klarheit und eine tiefe Dankbarkeit zu meinem Lebensweg gebracht hat.

Nun begleite ich vom 21.-31.8.14 selbst eine Visionssuche im Rahmen meiner Ausbildung in Naturcoaching & Visionssucheleitung im Wendtland bei Ursula Seghezzi und Haiko Nitschke (der die Visionssuche vor 20 Jahren nach Europa brachte).

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